Konzeption
Unsere Kinder sind die wichtigsten Gäste,
die zu uns ins Haus kommen,
sorgsame Zuwendung verlangen,
eine Zeitlang verweilen, um ihre eigene Wege zu gehen.
(Henri Nouwen)
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Wir stellen uns vor – Die Rahmenbedingungen unserer pädagogischen Arbeit
- Der Träger
- Die Gruppen
- Die Mitarbeiter
- Die Räumlichkeiten
- Betreuungszeiten
- Exemplarischer –Tagesablauf
- Aufnahme der Kinder
- Eingewöhnungszeit
- Rechte des Kindes in der Einrichtung
- Grundsätze der pädagogischen Arbeit
- Pädagogische Arbeit
- Bedeutung des Spiels
- Projekte und Angebote
- Religionspädagogik, Normen und Werte
- Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit
- Schulfähigkeit
- Elternarbeit
- Gespräche mit Eltern
- Elternnachmittage/ abende
- Eltern-Info
- Elternrat
- Feste mit Kindern und Eltern
- Aktionen mit Kindern
- Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
- Öffentlichkeitsarbeit
V O R W O R T
Die Ev. Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid in Zusammenarbeit mit der Ev. Trinitatis Kirchengemeinde Buer bieten mit dem Apostelkindergarten einen wichtigen Beitrag zur Erziehung und Bildung in unserer Gesellschaft. Ihre Trägerschaft ist Ausdruck einer ganzheitlichen Verantwortung für Kinder und Familien in der Gemeinde sowie in der Kommune.
Wie alle anderen Tageseinrichtungen öffentlicher und freier Träger nimmt sie ihren Auftrag im Rahmen der staatlichen Verordnungen (Kinder- und Jugendhilfegesetz, Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder in Nordrhein- Westfalen) wahr.
Ein besonderes Kennzeichen evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder ist eine verantwortungsvolle religionspädagogische Arbeit auf der Grundlage des christlichen Glaubens. So gehört es zum Selbstverständnis der Fachkräfte, ihren christlichen Glauben in die Arbeit einzubringen.
Diese Konzeption ist eine Zusammenfassung der Arbeitsschwerpunkte, in der die pädagogische Arbeit, die räumliche und personelle Situation und die organisatorischen Abläufe beschrieben werden. Sie beinhaltet umfassende Informationen und bietet so Orientierungshilfen. Sie ist ein Spiegelbild der Realität, d.h. eine Arbeits- und Reflexionsgrundlage.
Da das pädagogische Handeln und die Entwicklung der Kindergartenarbeit sich im ständigen Wandel befindet, wird die Konzeption bei wesentlichen Veränderungen überarbeitet bzw. ergänzt.
Die Konzeption wendet sich an:
Eltern, Träger, Fachberatung, Jugendamt, Landschaftsverband, Diakonisches Werk Westfalen, Grundschulen, Mitarbeiterinnen, Praktikantinnen und alle, die sich für die Einrichtung interessieren.
Christiane Wegers Beate Mensing Klaus Venjakob
Trägervertreter Leitung Apostelkindergarten Vorsitzender der Trinitatis Kirchengemeinde Buer
Wir stellen uns vor – Die Rahmenbedingungen unserer pädagogischer Arbeit
2.1. Der Träger
Träger ist die Ev. Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid, in 45879 Gelsenkirchen , Pastoratstr. 10 in Zusammenarbeit mit der Ev. Trinitatis Kirchengemeinde Buer, in 45894 Gelsenkirchen, Urbanusstr. 13a.
2.2. Unsere Gruppen
Unser Kindergarten bietet vier Gruppen, den Blauen, den Roten, den Gelben und den Orangenen Raum zum Spielen, Forschen und sich wohl fühlen. Die Blauen bilden eine Gruppe mit Kindern unter drei Jahren, die Roten und die Orangenen Kinder von 2 bis zum Schuleintritt, ebenso die Gelben, die zudem auch Kinder mit Behinderungen betreuen .
2.3. Die Mitarbeiterinnen
Jede Gruppe wird von einer qualifizierten Erzieher/in geleitet, der wenigstens eine Zweitkraft (Erzieherin) zur Seite steht.
Für die Kinder mit Behinderungen ergänzen eine Logopädin (Sprachtherapeutin) und ein Ergotherapeutin (Bewegungstherapeut) die Arbeit in den Gruppen
Für Koordination, Organisation, Teamführung und Verwaltung ist eine als Leiterin qualifizierte Erzieherin verantwortlich. Sie ist vom Gruppendienst freigestellt.
Eine Küchenhilfe kümmert sich um alles rund um die Küche in der Mittagszeit und ein Hausmeister/Gärtner und zwei Reinigungskräfte sorgen für ein geordnetes Miteinander.
2.4. Unsere Räumlichkeiten
Drei unserer Gruppen steht ein Gruppenraum, eine Garderobe und ein Waschraum zur Verfügung.
Einer Gruppe verfügt zusätzlich über einen Nebenraum. Alle Gruppenräume, Küche, Therapieraum, Büro, Mehrzweckraum, Personalraum, Toilette und ein Abstellraum befinden sich auf einer Ebene.
Wirtschafts- und Abstellraum befindet sich neben der Einrichtung und ist über den, von außen durch einen Zaun abgeschirmtem Innenhof, erreichbar. Ebenso die Turnhalle, die durch eine Überdachung mit der Einrichtung verbunden ist und so Schutz für unbeständige Witterung bietet.
2.5. Betreuungszeiten
Unsere Kindertageseinrichtung ist von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
2.6. Exemplarischen-Tagesablauf
Zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr sind in der Regel weniger Kinder in dem Kindergarten. Deshalb spielen die Kinder zunächst gemeinsam in einer Gruppe. Ab 8.00 Uhr beginnt das Leben in den Gruppenräumen.
Das Frühstück ist gleitend, dass heißt, die Kinder können selbst entscheiden, wann sie ihr mitgebrachtes Frühstück essen wollen. Als Getränke stehen den Kinder täglich Tee (verschiedene Sorten) und Mineralwasser zur Verfügung. Einmal im Monat wird ein gemeinsames Obst- oder Gemüsefrühstück in jedem Raum angeboten.
Morgens ist Zeit für das gemeinsame Spiel oder kreatives Gestalten. Es wird an Projekten gearbeitet, sei es in Groß- oder in Kleingruppen. Auch Ausflüge und Spaziergänge gehören dazu. Mit entsprechender Kleidung gehen die Kinder bei fast jedem Wetter auf das Außengelände.
Fester Bestandteil des Vormittages ist der Abschluss in der eigenen Gruppe. Die Kinder haben hier unter anderem die Möglichkeit, Themen der jeweiligen Projekte und alles Wichtige, die Gruppe betreffend, zu besprechen, über Erlebnisse zu berichten, Singspiele zu machen und Bilderbücher zu betrachten.
Nachdem die Kindergartenkinder abgeholt wurden, wird gemeinsam mit den Tageskindern gegen 12.30 Uhr bis 13:30 Uhr zu Mittag gegessen. Die Mahlzeiten werden täglich frisch gekocht angeliefert.
Ab 13.30 Uhr beginnt für die Kinder eine Ruhe – und Entspannungszeit.
Um 14:00 Uhr können die Kinder abgeholt oder wieder in die Einrichtung gebracht werden. Ab diesem Zeitpunkt haben die Kinder die Möglichkeit, ihren Interessen und Bedürfnissen nachzugehen oder ab 14:30 Uhr, an Projekten zu bestimmten Themen und kindgemäßen Interessensangeboten mitzuarbeiten.
Die Therapien für die Kinder mit Behinderungen sind in den Vormittagsbereich integriert.
2.7. Aufnahme der Kinder
Nach Vereinbarung mit der Kita-Leitung besteht die Möglichkeit, die Einrichtung kennen zu lernen. In einem ausführlichen Informationsgespräch werden Sie über Ziele und Arbeitsweise der Einrichtung informiert.
Nach erfolgter Anmeldung werden Sie telefonisch benachrichtigt, sobald wir einen Platz anbieten können.
Voraussetzung für die Aufnahme von Kindern mit Behinderung ist die Zustimmung des Landesjugendamtes in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt.
Über das Verfahren werden Sie durch uns informiert.
2.8. Eingewöhnungszeit
Offizieller Beginn des Kindergartenjahres ist jeweils der 01. August eines Jahres. Schon vorher besteht die Möglichkeit, die zukünftigen Kindergartenkinder auf diesen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten. Sobald feststeht, dass ein Kind in die Einrichtung aufgenommen wird, vereinbart die Einrichtung, wie die Eingewöhnungszeit gestaltet werden soll. In der Regel nehmen Eltern das Angebot wahr, dazu gehören ein Hausbesuch, zwei Vormittage bzw. zwei Nachmittage (in der Gruppenform II) in der zukünftigen Gruppe. Die Kinder können sich so auf die Räumlichkeiten, Erzieher/innen und auf die neuen Spielpartner einstellen. Auf diese Weise erfolgt ein Kennen lernen in vertrauter Umgebung und die erste Trennung vom vertrauten elterlichen Umfeld gestaltet sich so schonend und der Übergang in den Gruppenalltag fällt wesentlich leichter.
3. Rechte des Kindes
Erzieherinnen sehen sich als Entwicklungsbegleiter und Partnerinnen der Kinder, deren natürliche Neugierde und Lernverhalten es ganzheitlich zu unterstützen gilt. Kinder sind unser Gegenüber, die wir wahr- und ernst nehmen, mit denen wir eine Beziehung eingehen, die sich auf der Grundlage des Vertrauens und der Achtung aufbaut.
Somit haben die Kinder in der Tageseinrichtung ein Recht auf:
- aktive und positive Zuwendung - engagierte Bezugspersonen
- ausreichende Anzahl an Bezugspersonen - partnerschaftliche Bezugspersonen
- Solidarität in der Gruppe - Rechte auf Rückzugsmöglichkeit
- individueller Entwicklungsprozess mit eigenem Tempo - Umgang mit Gefahren lernen
- Beteiligung ihrer Eltern in der Einrichtung - Auseinandersetzung mit Erwachsenen und Kinder
- Konsequenzen des eigenen Verhaltens erfahren lernen - Forschen und experimentieren
- sich mit Forderungen auseinander setzen - Gestaltbarkeit der Umgebung
- Essen als Gemeinschaft erleben und genießen - Entspannte und kommunikative Essenssituation
- Fließende Übergänge zwischen Einrichtung und zu Hause - Eigene Bedürfnisse im Sinne einer gesunden Entwicklung regulieren lernen.
4. Grundsätze der pädagogische Arbeit
4.1 Pädagogische Arbeit / Ansatz
In der Einrichtung wird situativ und nach dem teil - offenem Ansatz gearbeitet. Der Schwerpunkt des situativen Ansatzes liegt darin, dass die Interessen und Bedürfnisse, Stärken und Schwächen der Kinder erkannt werden.
Dies setzt regelmäßige Beobachtungen am Kind und innerhalb der Gesamt - sowie einer Kleingruppe voraus.
Anschließend werden diese reflektiert, um einen Teil der pädagogischen Arbeit individuell auf das Kind bzw. der Gruppe auszurichten.
Das Kind wird als Gesamtpersönlichkeit gesehen und ist als Individuum in seiner Art einzigartig.
Dementsprechend steht die Erzieherin dem Kind in vielen Entwicklungsschritten als Unterstützung zur Verfügung. Um eine positive Entwicklung zu erreichen, wird dem Kind eine angenehme Atmosphäre geschaffen. So haben die Kinder die Möglichkeit, individuell ihre eigenen Wünschen und Bedürfnissen in der gesamten Einrichtung nachzugehen und ihre Persönlichkeit zu entwickeln und zu stärken.
4.2 Bedeutung des Spiels
Das Kind ist überhaupt nur Kind, weil und indem es spielt!
Aus diesem Grund nimmt dieser Aspekt einen besonderen Schwerpunkt im Alltag des Kindes und somit auch unserer Arbeit ein. Das Kind beschäftigt sich durchschnittlich sieben bis acht Stunden intensiv mit dem Spiel.
Das Unbekannte muss bekannt werden,
das Neue wartet auf eine persönliche Entdeckung,
das Reizvolle will erlebt werden.
Es ist dabei sich selbst, seine Umwelt und Situationen wahrzunehmen. Es versucht Beobachtungen und Erlebnisse zu begreifen und nach zu vollziehen. Somit gibt es kein sinnloses Spiel. Es hat immer eine wichtige Ausgleichfunktion.
Spielen bedeutet: Erwerb von Kompetenzen
Spielen ist Lernen
Kinder die intensiv spielen, nehmen dabei ihre Besonderheit und Einmaligkeit, ihre Handlungsmöglichkeit, Grenzen, Gefühlswelt und Gedankenwelt wahr.
Spiele finden hauptsächlich dort statt, wo das Leben pulsiert:
In spannenden Projekten, in Höhlen und Buden, auf Bäumen und auf dem Boden, in selbst gebauten Hütten, im Wald und auf der Wiese, beim Hämmern und Sägen, Laufen und Buddeln, Schätze entdecken, bei lebendigen Festen und geheimnisvollen Entdeckungen.
Dort spielt sich das wirkliche Leben ab.
Das Spiel nimmt in der alltäglichen Arbeit zwei Hauptbereiche ein:
1) Freispiel
Das Freispiel nimmt einen großen Teil der kindlichen Entwicklung ein. Durch die ganzheitliche Förderung werden bei dem Kind die angesprochenen Kompetenzen angeregt und weiter entwickelt. Die Kinder können eigenständig entscheiden und auswählen: Spielpartner, Spielorte, Materialien und ihre Spielpartner. Des Weiteren hat das Kind bei dem Freispiel die Möglichkeit seinen Freiraum frei zu bestimmen, d.h. es kann vom aktiven zum passiven Spiel wechseln und die Rolle des Beobachters einnehmen.
2) Gezieltes Spiel
Im Gegensatz zum Freispiel wird das Kind bewusst von der Erzieherin zum gezielten Spiel herangeführt. Dies macht sie mit der Gesamt-, Kleingruppe oder mit dem einzelnen Kind. Das gezielte Spiel kann man in folgenden unterschiedlichen Spielformen wieder finden: Malen, Gestalten/Werken, Bewegungsspiele, Regelspiele. Bei diesen vielfältigen Spielformen bringt sich die Erzieherin aktiv in den Handlungsprozess des Kindes ein.
Sie ermutigt! Sie bestätigt! Sie verstärkt! Sie regt an! Sie lenkt behutsam! Sie erkennt!
Der Kindergarten möchte dem Kind durch seinen pädagogischen Ansatz, die vielfältigen Angebote und Spielformen die Neugierde des Kindes wecken und somit die Grundlage für eine positive Entwicklung sichern.
4.3. Projekte und Angebote
Projektarbeit bedeutet, sich langfristig (Wochen, Monate) mit einem für die Kinder speziellen Thema auseinander zu setzen.
Zur Umsetzung des Projektes wird mit den Kindern eine Auswahl unterschiedlicher Ideen und Spielanregungen gesammelt.
Folgende Angebote bieten wir in regelmäßigen Abständen am Nachmittag an:
- Ausflüge
- Bewegungserziehung
- Kreatives Gestalten
- Kunsterziehung
- Hauswirtschaftliche Aktivitäten
4.4.Religionspädagogik
Alle Menschen werden von Gott geliebt und geachtet. Die religiöse Erziehung nimmt einen wesentlichen Stellenwert der pädagogischen Arbeit ein. Wir versuchen andere Kulturen und Religionen an zu nehmen und mit ihnen zu leben. Im alltäglichen Zusammenleben werden christliche Werte und Verhaltensweisen eingeübt und vorgelebt.
Die Feste des Jahreskreises werden mit Kindern, Eltern, Pfarrerinnen und Pfarrern vorbereitet und begangen. Sie finden in der Einrichtung oder in den Kirchen statt.
Nicht nur innerhalb der Einrichtung kommen die Kinder mit religiöser Erziehung in Kontakt, sondern können bereits im Säuglingsalter an Krabbelgottesdiensten und später dann an Kindergottesdiensten teilnehmen. Regelmäßig, in Kooperation mit der Jugendarbeit der Gemeinde, angebotene Kinderbibelnachmittage und Kinderbibelwochen finden großen Anklang. Sie werden gemeinsam geplant, gestaltet und durchgeführt.
Gezielte Feste und gemeinsame Familiengottesdienste bieten die Möglichkeit andere Gemeindegruppen kennen zu lernen und mit ihnen in Kontakt zu treten.
Normen und Werte
Normen und Werte bilden die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit und ziehen sich wie ein roter Faden durch unseren Alltag. Es ist wichtig, dass wir den Kindern ein Vorbild sind, denn sie lernen durch das, was wir ihnen vorleben. Normen und Werte in der Tageseinrichtung sind:
- Gerechtigkeit / Fairness - Ehrlichkeit
- Sauberkeit - Freundlichkeit
- Höflichkeit - Toleranz / Akzeptanz
- Interesse an Andere - Sorgfalt
- Rücksichtnahme - Respekt / Gewaltlosigkeit
- Selbstachtung - Dankbarkeit
- Mitgefühl - Ordnung
- Gleichberechtigung - Disziplin
- Pünktlichkeit
4.5 Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit
Sprachentwicklung
Die Sprache ist die Voraussetzung für den Austausch mit der Umwelt und für die Entwicklung des Denkens. Es ist wichtig, Kindern eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie die Wertschätzung erfahren, angstfrei, unbeschwert und lustvoll zu sprechen und zuzuhören, um Ihr Sprachzentrum weiter entwickeln zu können. Deshalb fördern wir die sprachliche Bildung z.B. durch Gespräche,Reime,Gedichte,Lieder,Fingerspiele,Bilderbücher,Geschichten oder motorische Übungen ( Zunge, Lippen etc. ).
Mathematische Bildung
Kinder begegnen Zahlen und geometrischen Formen fast überall in ihrer alltäglichen Lebenswelt. Mathematische Fähigkeiten und Fertigkeiten sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass die Kinder die Welt mit Hilfe von Begriffen und Erkenntnissen der Mathematik beschreiben und verstehen können. Deshalb führen wir die Kinder auf spielerische Art und Weise an das Thema „Zahlen und Mathematik“ heran wie z.B. in Form des Zahlenlandes oder für die 2-3 jährigen in Form des Entenlandes.
Integration
Behinderte und nicht behinderte Kinder leben und lernen miteinander. Gemeinsame Erziehung ist eine gelebte Integration, in der gemeinsame Lebens- und Lernfelder gestaltet werden. In der Tageseinrichtung wird jedes Kind - ob behindert oder nicht behindert - in seiner Gesamtheit gesehen und ihm die Möglichkeit gegeben, sich im sozialen Miteinander zu entwickeln. Die soziale Integration ist in der Einrichtung ein wichtiges Ziel der gemeinsamen Erziehung. Dieses Ziel wollen wir durch gegenseitige Akzeptanz, gemeinsames Lernen und Leben miteinander und voneinander und gegenseitiges Helfen erreichen.
Musikalische Früherziehung
Musik ist überall in unserem Leben. Von Kindesbeinen an wirkt sie auf uns ein. Schon im Babyalter spielen Lieder und Rhythmus eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Kinder. Die Musik bietet den Kindern Möglichkeiten verschiedenster Wahrnehmung. In der Tageseinrichtung finden Kinder ein musikalisch-rhythmisches Angebot in Form von Liedern, Kreisspielen, Tänzen, Spielen von Instrumenten, Klanggeschichten und Entspannungsmusik.
Bewegungserziehung
Kinder haben ein ausgeprägtes und individuelles Bewegungsbedürfnis, das ihre gesamte Entwicklung beeinflusst. Durch Bewegung lernen die Kinder sich selbst und ihre körperliche Fähigkeiten kennen. Sie schulen ihren Gleichgewichtssinn und lernen ihre Grenzen kennen. Kinder brauchen ausreichende Bewegungsmöglichkeiten, um sich gesund zu entwickeln und Fehlentwicklungen vorzubeugen. In der Einrichtung erreicht man dies durch die Bewegung im Außengelände sowie durch verschiedene Angebote in der Turnhalle.
4.6 Schulfähigkeit
Das Kind lernt von Geburt an kontinuierlich, deshalb ist eine ausdrückliche Befähigung zur Schulfähigkeit nicht isoliert zu betrachten.
Drei wesentliche Aspekte sind dafür verantwortlich, die im Kindergartenalltag ständig wiederkehren: Lernen geschieht am Modell, durch Neugierde + Experimentieren.
Damit bestimmt das einzelne Kind seinen individuellen Lernrhythmus.
Durch Sinnesreize und Wiederholungen finden neue Verknüpfungen im Gehirn statt.
Grundsätzlich gilt: Vorschulerziehung erfährt ein Kind nicht erst im letzten Kindergartenjahr. Sobald ein Kind in den Kindergarten aufgenommen ist, erfährt es auch individuelle Förderung und Vorschulerziehung.
Vorschulerziehung findet jeden Tag statt und nicht an einem bestimmten Wochentag, zu einer bestimmten Uhrzeit, mit einer bestimmten Vorschulmappe.
Zu Beginn des letzten Kindergartenjahres wird den Eltern ein individuelles Konzept vorgestellt und schriftlich ausgehändigt .
5. Elternarbeit
Da die Einrichtung familienergänzend arbeitet, hat die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Elternhaus einen hohen Stellenwert.
Unser Kindergarten will die Eltern in ihrer Verantwortung zur Erziehung unterstützen, beraten und befähigen. Damit löst der Kindergarten für die Gemeinde das Taufversprechen ein.
Das gemeinsame aufeinander bezogene Handeln stärkt das Kind und bietet ihm persönliche Geborgenheit bieten.
Verschiedene Aspekte der Elternarbeit:
5.1 Gespräche mit Eltern (spontan/ vereinbart)
5.2. Elternnachmittage / abende ( thematisch)
5.3. Eltern - Info ( Briefe/ Aushänge)
5.4. Elternrat ( monatlich/ nach Bedarf)
5.5. Feste mit Kindern und Eltern
5.6. Aktionen für Kinder und Eltern
5.7. Hospitationen von Eltern
5.1. Gespräche mit Eltern
- erstes Gespräch bei der Anmeldung
- Tür- und Angelgespräche während der Bringe- und Abholphase
- vereinbarte Gespräche / Elternsprechtage
- Hausbesuche
5.2. Elternnachmittage / abende
- Einführungsabende für die neuen Eltern
- Gruppentreffen in regelmäßigen, monatlichen Abständen
- Elternnachmittage/abende mit pädagogischen Themen
5.3. Eltern - Info
- Elternbriefe
- Pinnwand
- Flyer
- Konzeption
- Homepage des Familienzentrums
5.4. Elternrat
Der Elternrat ist ein Bindeglied zwischen dem Träger, dem Kindergarten, den ErzieherInnen und den Eltern. Er arbeitet mit dem Träger und den pädagogischen Kräften vertrauensvoll zusammen. Über wesentliche Fragen, die die Einrichtung betreffen, ist er zu informieren und anzuhören.
5.5. Feste mit Kindern und Eltern
- Sommerfest
- Weihnachtsfeiern
- Basare
- Feste im Kirchenjahr
- Abschlußfeier der angehenden Schulkinder
5.6. Aktionen mit und ohne Kindern
- Mithilfe und Durchführung von Festen
- Kleidermärkte
- Abendveranstaltungen
- Mutter - Kind - Seminar
- Vater - Kind - Wochenende
6.Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Mit folgenden Institutionen steht die Einrichtung regelmäßig im Kontakt:
- Kirchenkreis und Fachberatung für Tageseinrichtungen für Kinder
- Arbeitskreise/ Zusammenarbeit mit anderen Tageseinrichtungen
- Zusammenarbeit mit Grundschulen sowie weiterführenden Schulen
- Frühförderstelle
- Erziehungsberatungsstelle
- Kinderklinik
- Jugendamt
- Therapeuten
Die Therapeuten/innen stehen in regelmäßigen und intensiven Austausch mit den Erzieherinnen, sowie mit externen Therapeuten/inne , Ärzten und Lehrern der jeweiligen Schulen. Regelmäßig erfolgt ein Austausch zwischen Eltern, Erzieherinnen und den anderen Fachkräften. Somit wird mit den Erziehungsberechtigten entschieden, was das Beste für die unterschiedlichen Entwicklungsprozesse des Kindes sind. Eine optimale Förderung ist daraus abzuleiten.
7.Öffentlichkeitsarbeit
Eine kompetente Öffentlichkeitsarbeit fördert die Kontakte mit Eltern stellt die pädagogische Arbeit dar und bietet Interessierten die Möglichkeit, Einrichtung und Mitarbeiter kennen zu lernen.
Dies geschieht über Plakate, Aushänge, Ausstellung von Fotos im Eingangsbereich und in der Kindergartenhalle, Tag der offenen Tür, Feste und Feiern, Hospitationen, Aktionen zu unterschiedlichen Themen, Gemeindebrief,Fleyer, Internetauftritt der Einrichtung und durch die Bekanntgabe durch die örtliche Presse.
Eltern, Mitarbeiter und Interessierte gehören dem Förderverein des Apostelkindergarten an, die Spenden sind zweckgebunden und werden ausschließlich für Anschaffungen des Apostelkindergartens verwendet. Der Förderverein wendet sich zu besonderen Anlässen über die örtliche Presse an die Öffentlichkeit.
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